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über Johannes Heyne

Ich bin 1960 in Berlin geboren.
1985 habe ich das Studium der Evangelischen Theologie abgeschlossen und dann die Vikarsausbildung am Praktisch - Theologischen Institut (PTA) in Berlin absolviert.
Im Rahmen dieser Ausbildung war ich in der Kinderklinik des Virchow – Krankenhauses in der Krankenhausseelsorge tätig. Begleitung kranker Kinder und deren Eltern waren ein Schwerpunkt meiner Seelsorgeausbildung.
Als Theologe und Seelsorger habe ich vielfältige Erfahrungen in der Begleitung sterbender und trauernder Menschen gemacht.
Die Beratung von (Ehe-) Paaren gehört ebenfalls zu meinen Aufgaben.
Im Zusammenhang meiner Gestalt - Therapie Ausbildung am Institut für Gestalttherapie und Gestaltpädagogik in Berlin habe ich eine eineinhalbjährige Selbsterfahrung in der Gruppe durchlaufen.
Wichtig ist mir eine von Sympathie und Wertschätzung getragene Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Klienten. Meine langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Menschen in Konflikt- und Krisensituationen hilft mir dabei, eine solche Beziehung aufzubauen.



„Es ereignete sich nichts weiter, als dass ich einmal, an einem Vormittag nach einem Morgen religiöser Begeisterung, den Besuch eines unbekannten jungen Menschen empfing, ohne mit der Seele dabei zu sein.
Ich ließ es durchaus nicht an einem freundlichen Entgegenkommen fehlen, ich behandelte ihn nicht nachlässiger als alle seine Altersgenossen, die mich um diese Tageszeit wie ein Orakel, das mit sich reden lässt, aufzusuchen pflegten, ich unterhielt mich mit ihm aufmerksam und freimütig – und unterließ nur, die Fragen zu erraten, die er nicht stellte.
Diese Fragen habe ich später, nicht lange darauf, von einem seiner Freunde ihrem wesentlichen Gehalt nach erfahren, habe erfahren, dass er nicht beiläufig, sondern schicksalhaft zu mir gekommen war, nicht um Plauderei, sondern um Entscheidung, gerade zu mir, gerade in dieser Stunde.
Was erwarten wir, wenn wir verzweifeln und doch noch zu einem Menschen gehen?
Wohl eine Gegenwärtigkeit, durch die uns gesagt wird, dass es ihn dennoch gibt, den Sinn.
Seither habe ich jenes ‚Religiöse’, das nichts als Ausnahme ist, Herausnahme, Heraustritt, Ekstasis, aufgegeben oder es hat mich aufgegeben.
Ich besitze nichts mehr als den Alltag, aus dem ich nie genommen werde... Ich kenne keine Fülle mehr als die Fülle jeder sterblichen Stunde an Anspruch und Verantwortung... Viel mehr weiß ich nicht. Wenn das Religion ist, so ist sie einfach alles, das schlicht gelebte Alles in seiner Möglichkeit der Zwiesprache.
(Martin Buber)